Eine Ultraschallkamera lokalisiert hochfrequente Schallwellen, die an Leckstellen durch austretende Druckluft, austretende technische Gase oder einströmende Umgebungsluft bei Vakuumanwendungen entstehen. Ein Mikrofonarray berechnet aus den Mikrofonsignalen die Richtung der Schallquelle und legt das Ergebnis als farbige Heatmap über ein optisches Videobild.
Das Verfahren arbeitet passiv: Die Kamera benötigt kein Prüfgas wie Helium oder Formiergas, sondern erfasst die akustische Energie, die durch Turbulenzen an der Leckstelle entsteht. Dadurch lassen sich Leckagen im laufenden Betrieb lokalisieren, ohne dass Anlagenbereiche großflächig abgeschaltet, demontiert oder mit Lecksuchspray behandelt werden müssen.
Der technische Nutzen liegt in der Kombination aus akustischer Ortung und visueller Zuordnung. Anwender sehen nicht nur, dass Ultraschall vorhanden ist, sondern erkennen im Kamerabild, an welchem Bauteil, Ventil, Schlauch, Anschluss oder Rohrabschnitt der Schalldruck entsteht. Das reduziert Suchzeit, vermeidet Fehlinterpretationen und erleichtert die Dokumentation gefundener Leckagen.

Beispiel: Lokalisierung einer Ultraschallquelle an einer schwer zugänglichen Hallendecke. Der Hotspot markiert die akustische Quelle im Kamerabild.