| Störquelle | Woran erkennt man sie? | Praktische Gegenmaßnahme |
| Pneumatische Ventile und Zylinder | Kurze, getaktete Ultraschallimpulse. Der Hotspot erscheint periodisch oder springt mit dem Bewegungszyklus. | Prozesszyklus beobachten, Anschlüsse gezielt prüfen und bei Bedarf in einer Stillstandsphase erneut messen. |
| Abblasdüsen und offene Druckluftnutzung | Sehr starke, stabile oder getaktete Ultraschallquelle. Andere Leckagen können im Bild verschwinden. | Wenn möglich temporär abschalten oder als regulären Verbraucher kennzeichnen. Danach den Bereich erneut scannen. |
| Andere starke Leckagen im Umfeld | Eine dominante Leckage überstrahlt kleinere Quellen. | Große Leckagen zuerst dokumentieren oder beheben und anschließend erneut messen. |
| Förderbänder, Pressen, Reib- und Kontaktstellen | Breitbandige oder impulsartige Ultraschallanteile, oft abhängig von Bewegung oder Kontakt. | Hotspots außerhalb druckführender Komponenten kritisch prüfen, Prozesszustand beachten und Frequenzfenster anpassen. |
| Schleifen, Bohren, Fräsen und andere Reibprozesse | Häufig breitbandige, kontinuierliche oder impulsartige Ultraschallsignale durch Werkzeugkontakt, Spanbildung oder Materialreibung. | Messung möglichst außerhalb des Bearbeitungsprozesses durchführen oder Frequenzfenster in einen störungsärmeren Bereich verschieben |
| Elektrische Schrauber und getaktete Werkzeuge | Kurze Ultraschallimpulse synchron zum Schraub- oder Arbeitszyklus. | Hotspot zeitlich mit dem Werkzeugbetrieb abgleichen und bei Werkzeugstillstand erneut prüfen. |
| Frequenzumrichter, Leistungselektronik und elektrische Antriebe | Frequenzabhängige oder stabile Hotspots an elektrischen Komponenten, nicht an druckführenden Stellen. | Anlagenkontext prüfen, FFT auswerten und Quelle nicht automatisch als Druckluftleck bewerten. |
| Elektrische Entladungen / Koronaeffekte | Ultraschall an elektrischen Komponenten, häufig ohne Bezug zu Druckluftleitungen. | Sicherheitsvorgaben beachten, Quelle anhand des Anlagenkontexts prüfen und nicht als Druckluftverlust bewerten. |
| Lampen, Leuchten und elektronische Vorschaltgeräte | Hotspot an Leuchte oder Elektronik, häufig stationär und unabhängig von Druckluftkomponenten. | Beleuchtung testweise abschalten, sofern zulässig, und Frequenzspektrum kontrollieren. |
| Ultraschallbäder und Ultraschall-Reinigungsanlagen | Sehr starke technische Ultraschallquelle, häufig mit dominanten Frequenzanteilen. | Wenn möglich abschalten, Abstand vergrößern oder Messung außerhalb des Betriebs durchführen. |
| Lüfter, Gebläse und starke Luftströmungen | Breitbandiger Ultraschall durch Turbulenzen, Lagergeräusche oder Schaufelbewegungen. | Strömungsquelle identifizieren, Blickwinkel ändern, Frequenzfenster anpassen und druckführende Komponenten gezielt prüfen. |
| Medien mit hoher Flussgeschwindigkeit in Rohrleitungen | Hotspot an Rohrleitungen, Ventilen, Drosseln oder Querschnittsänderungen, ohne erkennbare Austrittsstelle. | Rohrleitungsverlauf, Armaturen und Prozessbedingungen berücksichtigen. Reale Austrittsstelle verifizieren, bevor der Hotspot als Leckage bewertet wird. |
| Schallharte Flächen und Reflexionen | Hotspot erscheint auf Boden, Wand, Blech, Verkleidung, Schutzscheibe oder Plexiglas. | Blickwinkel bzw. Abstand ändern. Eine echte Leckage bleibt am Bauteil stabil, eine Reflexion wandert oder verschwindet. |