Leckageerkennung bei industriellen Transformatoren

Industrietransformatoren sind weit verbreitet und können extrem groß sein. Beim Bau oder bei der Reparatur eines Transformators muss unbedingt überprüft werden, ob er vollkommen dicht ist. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da Transformatoren mit Mineralöl gefüllt sind, das der Kühlung des Geräts, der elektrischen Isolierung und dem Schutz vor Oxidation dient.

Wird beim Befüllen ein Leck festgestellt, muss das gesamte Öl wieder abgelassen werden, bevor das Problem behoben werden kann. Dies führt zu erheblichen Zeit- und Kostenverlusten.

Derzeitige Methode: Luftdruckprüfung

Derzeit werden Transformatoren geprüft, indem sie mit trockener Luft bis zu einem Überdruck von 200–300 mbar befüllt werden. Dieser Druck wird mehrere Stunden lang aufrechterhalten, um einen eventuellen Druckabfall festzustellen, der auf Undichtigkeiten hindeutet. Ein höherer Prüfdruck ist aufgrund der Bauweise des Transformators nicht möglich. Bauteile wie Überdruckventile, Kühlrippen und bestimmte Verbindungsstellen halten höheren Drücken nicht stand. Wird ein Druckabfall festgestellt, wird eine Seifenwasserlösung verwendet, um Leckagen zu lokalisieren. Alle Fugen und Verbindungen werden manuell überprüft. Die Bildung von Luftblasen deutet auf eine Leckage hin. 

Diese Methode ist:

  • sehr arbeitsintensiv
  • zeitaufwendig
  • fehleranfällig, insbesondere bei großen Transformatoren

Es kommt daher vor, dass Leckagen erst sichtbar werden, wenn der Transformator mit Öl befüllt und in Betrieb ist.

Ultraschall-Leckortung an drucklosen Systemen mit CS INSTRUMENTS

CS INSTRUMENTS verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Ultraschall-Leckortung. Diese Technologie ermöglicht es, Lecks zu erkennen, ohne dass das System unter Überdruck stehen muss.

Ein kompakter Ultraschall-Tongenerator wird im Inneren des Transformators platziert, wofür lediglich eine Öffnung mit einem Durchmesser von 8 cm erforderlich ist. Für kleinere Öffnungen sind maßgeschneiderte Lösungen verfügbar. Die Schallquelle sendet ein starkes Ultraschallsignal in mehrere Richtungen aus, das sich im gesamten Transformator ausbreitet. Anschließend kann ein Ultraschall-Leckdetektor an der Außenseite des Transformators eingesetzt werden, um auf einfache Weise festzustellen, wo sich Leckagen befinden. An einer Leckstelle entweicht das Ultraschallsignal und wird vom Leckdetektor erfasst, der auf den Ultraschallton reagiert.

Vorteile dieser Methode:

  • Leckortung aus mehreren Metern Entfernung  
  • Schnelle und genaue Lokalisierung  
  • Möglichkeit zur Visualisierung und Dokumentation (je nach Gerät) 
  • Kein Druck erforderlich → sicher für alle Komponenten
  • Erhebliche Zeitersparnis: von Tagen auf Minuten

Dank dieses Ansatzes kann ein kompletter Transformator schnell und zuverlässig auf Dichtheit geprüft werden, was zu einer erheblichen Reduzierung der Arbeitsstunden und des Risikos von übersehenen Lecks führt.